Der Berliner Senat hat beschlossen, für die Dauer eines Jahres keine neuen Taxi-Konzessionen zu vergeben. Begründet wird dieser Schritt mit einem deutlichen Anstieg der Zahl zugelassener Taxis. Zugleich sei die Nachfrage nach Taxifahrten seit Jahren rückläufig, heißt es in der Pressemitteilung des Senats. Nach Auffassung der Landesregierung führt dieses Missverhältnis von Angebot und Nachfrage dazu, dass zahlreiche Betriebe nicht mehr kostendeckend wirtschaften können. 

Der Bundesverband wirfahren bewertet diese Entscheidung zurückhaltend. Der Taxi- und Mietwagenmarkt ist grundsätzlich in der Lage, auf Veränderungen von Angebot und Nachfrage flexibel zu reagieren. Sinkt die Nachfrage, passen Unternehmen ihr Angebot in der Regel eigenständig an, um ihre Wirtschaftlichkeit zu erhalten. Vor diesem Hintergrund erscheint es fraglich, ob ein staatlicher Eingriff in Form eines pauschalen Genehmigungsstopps das geeignete Mittel ist, um die angespannte Situation nachhaltig zu verbessern. 

 

 

Foto: Gorka Montiel, Wikimedia Commons, CC BY 2.0