Am Montag, den 22. Juni 2026, gehen die Dortmunder
Mietwagenunternehmen gegen die von der Stadtverwaltung geplanten Mindestpreise für
Mietwagen-Fahrdienste auf die Straße. Zu dieser Demonstration – unter dem Motto
„Stoppt den Preiswahnsinn – Mobilität für alle“ – ruft der Bundesverband wirfahren, der
die Mietwagenunternehmen Deutschlands vertritt, auf.
Die Demo startet um 11:55 Uhr am Remydamm. Von dort führt der
Mietwagen-Demonstrationszug durch das Kreuzviertel, die Innenstadt und das
Kaiserstraßenviertel. Ziel ist das Rathaus, wo um circa 14:30 Uhr die
Abschlusskundgebung stattfinden wird. Hintergrund des Protestes ist, dass die Stadt
ihren Vorschlag für ein Mindestbeförderungsentgelt trotz intensiver und konstruktiver
Gespräche mit den betroffenen Branchenvertretern bei einem Runden Tisch nun erneut
nahezu unverändert dem Rat zur Beschlussfassung vorlegen will.
„Uns reicht es. Die Pläne der Stadt Dortmund gefährden hunderte Existenzen und
Arbeitsplätze in unserer Branche. Die Stadt Dortmund sollte den mit den
Branchenvertretern begonnen Dialog weiterführen – stattdessen orientiert man sich
einseitig an den Interessen eines reformunwilligen Teils des Taxigewerbes“, sagt Thomas
Mohnke, Co-Vorsitzender des Bundesverbands wirfahren.
Taxifahrt in Dortmund bald teurer als in Stockholm, Rom und Madrid
Besonders bemerkenswert: Neben einer Erhöhung des regulären Taxitarifs plant die Stadt
Dortmund zusätzlich einen Tarifkorridor von bis zu plus 20 Prozent. „Dortmund ist damit
auf dem besten Weg, das Taxifahren endgültig zum Luxusgut zu machen“, kritisiert
Mohnke. „Die Leidtragenden sind vor allem Menschen mit geringem Einkommen, die auf
bezahlbare Mobilität angewiesen sind. Für die Stadt ist es fünf vor zwölf, um aufzuwachen
und eine moderne, zukunftsgewandte Mobilitätspolitik im Sinne der Verbraucherinnen
und Verbraucher zu machen.“
Selbst in Metropolen wie Stockholm, Rom und Madrid wäre eine fünf Kilometer lange
Fahrt zukünftig günstiger als in Dortmund. Statt die Preisspirale immer weiter nach oben
zu drehen, sollte die Stadt mehr preisliche Flexibilität schaffen. Ein breiter Tarifkorridor
nach unten würde das Taxi wieder für mehr Menschen bezahlbar machen und vor allem
auch die Umsätze und Auslastung beim Taxi steigern. „Wenn Städte wie Dortmund derart
überhöhte Preise künftig allerdings auch auf Mietwagen übertragen, nehmen sie den
Verbraucherinnen und Verbrauchern eine der letzten bezahlbaren Alternativen zum
eigenen Auto – und das in einer staugeplagten Stadt mit einer der höchsten Pkw-Dichten
Deutschlands“, so Mohnke.
Demo-Fakten:
📅 Start: Montag, 22. Juni 2026, 11:55 Uhr, Remydamm
🏁 Ziel: Abschlusskundgebung ca. 14:30 Uhr, Rathaus
