In einem ausführlichen Interview mit der Berliner Zeitung spricht Thomas Mohnke, Co-Vorsitzender des Bundesverbands wirfahren, über die Zukunft der Personenbeförderung und die Herausforderungen für das Taxigewerbe. Sein zentrales Plädoyer: Die Branche muss sich stärker an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientieren und ihr Leistungsangebot weiterentwickeln.
„Für viele Menschen ist Taxifahren heute schlichtweg zu teuer geworden“, so Mohnke. Wer dauerhaft höhere Preise verlange, müsse seinen Kundinnen und Kunden auch einen erkennbaren Mehrwert bieten. Qualität, Service und Innovation seien deshalb entscheidend für die Zukunft des Taxis.
Zu den von Mohnke vorgeschlagenen Weiterentwicklungen gehören unter anderem ein Gepäckservice bis zum Check-in am Flughafen, Tür-zu-Tür-Assistenz insbesondere für ältere Fahrgäste sowie eine stärkere Integration des Taxis in den öffentlichen Nahverkehr. Mobilität beginne nicht erst mit dem Einsteigen und ende nicht mit dem Aussteigen, sondern umfasse die gesamte Reisekette.
Auch zur aktuellen Debatte über Mindestbeförderungsentgelte für Mietwagen bezieht Mohnke klar Stellung. Aus seiner Sicht schaffen Mindestpreise keine neuen Kunden für das Taxi, sondern verteuern Mobilität für Verbraucherinnen und Verbraucher. Nachhaltiger Mobilität entstehe nicht durch zusätzliche Regulierung, sondern durch attraktive Angebote und einen echten Mehrwert für die Fahrgäste.
Der Bundesverband wirfahren teilt diese Einschätzung. Die Zukunft der Personenbeförderung liegt in einem fairen Wettbewerb, innovativen Mobilitätsangeboten und einer konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Fahrgäste – nicht in zusätzlichen Markteingriffen.
Das vollständige Interview erschien in der Berliner Zeitung am Wochenende vom 8./9. August 2026.
